Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dr. Bärbel Kofler, hat am internationalen „India AI Impact Summit 2026“ in Neu-Delhi teilgenommen.
Auf dem globalen Gipfel ging es darum, wie Künstliche Intelligenz verantwortungsvoll eingesetzt werden kann und welchen Beitrag sie für nachhaltige Entwicklung und gute Arbeit leistet.
„Künstliche Intelligenz verändert unsere Arbeitswelt enorm. Sie bietet große Chancen, etwa in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen oder beim Katastrophenschutz. Gleichzeitig brauchen wir klare Regeln. Neue Technologien müssen dem Menschen dienen und faire Arbeitsbedingungen stärken“, betonte die heimische Abgeordnete Kofler.
Am Rande des Gipfels traf sie Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, die Beschäftigte von digitalen Vermittlungsplattformen vertreten, etwa Fahrerinnen und Fahrer von Lieferdiensten. Sie setzen sich für faire Bezahlung, soziale Absicherung und sichere Arbeitsbedingungen ein. Der Austausch machte deutlich, dass Digitalisierung und soziale Sicherheit zusammengehören.
Vor dem Gipfel führte Kofler in Mumbai Gespräche zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Sie traf Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Banken und der Deutschen Auslandshandelskammer. Beim Besuch der Siemens-Akademie tauschte sie sich mit Berufsschülerinnen und -schülern aus. „Berufsbildung ist ein Markenzeichen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Gemeinsam wollen wir junge Menschen für den Arbeitsmarkt stärken und gute, sichere Arbeit fördern“, so Kofler.
Zudem eröffnete sie das Projekt „AI Academia – Industry Innovation Partnerships in Asia“, ein gemeinsames Vorhaben der Ratan Tata Maharashtra State Skill University in Nagpur und der Universität Leipzig. Ziel ist es, nachhaltige KI-Lösungen zu entwickeln und die Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu vertiefen. Auch nachhaltige Infrastruktur stand auf dem Programm. Bei einer Fahrt mit der Metro in Mumbai informierte sich Kofler über moderne Verkehrskonzepte und besuchte eine Metrostation, die ausschließlich von Frauen betrieben wird.
Neben Digitalisierung ging es um die Partnerschaft für nachhaltige und klimafreundliche Entwicklung. Deutschland und Indien arbeiten eng beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei klimafreundlicher Mobilität und widerstandsfähiger Landwirtschaft zusammen. "Globale Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen – mit Innovation, Verantwortung und klaren sozialen Leitplanken“, so Kofler abschließend.
Für den Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land ist eine starke internationale Zusammenarbeit besonders wichtig. Viele Unternehmen in unserer Region sind exportorientiert und auf verlässliche Partnerschaften und offene Märkte angewiesen. Gute Beziehungen zu wichtigen Wachstumsmärkten wie Indien stärken langfristig Arbeitsplätze, Innovation und wirtschaftliche Stabilität in Südostoberbayern.