Zu den in Berlin vorgestellten Empfehlungen der Alterssicherungskommission, der sog. Rentenkommission, erklärt die heimische Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler, die Menschen in der Region müssten sich auch künftig auf eine gute Rente verlassen können: „Wer ein Leben lang gearbeitet hat, verdient Sicherheit im Alter. Der nun vorliegende Bericht der Rentenkommission ist dafür ein wichtiges Signal.“
Die Kommission hat die 33 Empfehlungen für eine nachhaltige Alterssicherung einstimmig beschlossen. „Das ist mehr als eine Sammlung einzelner Vorschläge. Die Kommission zeigt einen gemeinsamen Weg auf, wie die Rente auch angesichts des demografischen Wandels stabil, bezahlbar und gerecht bleiben kann“, so Kofler. Kein einzelner Schritt könne diese Aufgabe allein lösen.
Entscheidend sei ein ausgewogener Ansatz, der die Lasten auf mehrere Schultern verteile und die Interessen von Beitragszahlenden, Rentnerinnen und Rentnern sowie künftigen Generationen zusammenführe.
„Die gesetzliche Rente bleibt das Fundament der Alterssicherung. Es ist gut, dass eine stärkere Beteiligung weiterer Erwerbsgruppen, wie etwa Abgeordnete oder Vorstände von Aktiengesellschaften, an der Finanzierung des Systems vorgeschlagen wird. Das sind erste Schritte hin zu einer Erwerbstätigenversicherung, in die alle einzahlen“, so Kofler zu den ihr besonders wichtigen Empfehlungen.
Zu diesen gehöre auch, dass es Sonderregelungen für diejenigen geben soll, die lange eingezahlt haben und kurz vor der Rente aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in ihrem Beruf arbeiten können. Sie sollen nicht auf andere Tätigkeiten verwiesen werden, sondern früher abschlagsfrei in Rente gehen können. „Dies ist nur fair. In unseren Landkreisen Traunstein und Berchtesgadener Land wissen viele Menschen, was körperlich belastende Arbeit bedeutet. Schichtarbeit, Pflege, Handwerk, Gastronomie, Bau, Industrie und oft lange Wege zur Arbeit prägen viele Erwerbsbiografien. Deshalb müssen auch die Hinweise der Gewerkschaften in den weiteren Beratungen ernst genommen werden. Wer körperlich hart arbeitet, kann nicht einfach pauschal länger arbeiten“, betont Kofler. Gesundheitsschutz im Arbeitsleben soll durch bessere Rehabilitationsmaßnahmen steigen.
Verständlich sei, dass der Zeitpunkt des Renteneintritts viele Menschen besorgt. „Die Kommission schlägt vor, das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln. Nach dem Abschluss der bereits laufenden Altersgrenzenanhebung soll nach dem Jahr 2031 das Eintrittsalter moderat steigen und das nur, wenn auch die Lebenserwartung ansteigt“, schildert Kofler die Vorschläge.
Legt man die aktuell erwartete Entwicklung der Lebenserwartung zugrunde, so würde die Regelaltersgrenze ab dem Jahr 2032 etwa alle zehn Jahre um ein halbes Jahr steigen. Sie würde dann im Jahr 2042 bei 67,5 Jahren liegen. Die vollständige Umsetzung der Vorschläge werde wegen vieler Übergangsregelungen noch bis in Jahr 2092 dauern.
„Für die Menschen im Landkreis Traunstein und im Berchtesgadener Land zählt am Ende, ob sie sich nach einem langen Arbeitsleben auf ihre Rente verlassen können. Daran muss sich die Reform messen lassen, sowie an Sicherheit, Gerechtigkeit und Respekt vor der Lebensleistung der Beschäftigten“, so Kofler.