„Der Equal Pay Day macht jedes Jahr deutlich, dass Frauen in Deutschland noch immer deutlich weniger verdienen als Männer.
Solange Frauen im Schnitt für die gleiche und gleichwertige Arbeit schlechter bezahlt werden, ist echte Gleichstellung nicht erreicht. Das ist nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern auch eine Frage des Respekts gegenüber der Lebensleistung von Millionen Frauen“, erklärt die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler zum Equal Pay Day.
Auch im Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land sei die Lohnlücke Realität, so Kofler. Viele Frauen arbeiteten in sozialen Berufen, im Einzelhandel, in der Pflege oder in Teilzeitmodellen, häufig unfreiwillig. Gleichzeitig übernähmen sie einen Großteil der unbezahlten Sorgearbeit in den Familien. „Wer weniger verdient, hat am Ende auch weniger Rente. Die Folgen ungleicher Bezahlung ziehen sich durch das ganze Leben“, betont die Abgeordnete.
Für Kofler hängt der Kampf für gleiche Bezahlung eng mit der politischen Repräsentation von Frauen zusammen. Mit Blick auf die Kommunalwahl in Bayern am 8. März 2026, die ausgerechnet am Internationalen Frauentag stattfindet, unterstreicht sie die Bedeutung einer stärkeren Beteiligung von Frauen in Stadt- und Gemeinderäten sowie in den Kreistagen.
„In vielen Kommunalparlamenten im Landkreis Traunstein und im Berchtesgadener Land sind Frauen nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Dabei betreffen politische Entscheidungen vor Ort ganz konkret Fragen wie Kinderbetreuung, Pflegeangebote, Nahverkehr oder die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Wenn Frauen dort nicht in ausreichender Zahl mit am Tisch sitzen, fehlen wichtige Perspektiven“, so die SPD-Abgeordnete.
Kofler ruft daher ausdrücklich Frauen dazu auf, sich kommunalpolitisch zu engagieren und von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen. „Demokratie lebt von Beteiligung. Gerade auf kommunaler Ebene kann man unmittelbar etwas bewegen. Mehr Frauen in den Gemeinderäten, Stadträten und Kreistagen bedeuten mehr Chancengerechtigkeit, mehr soziale Ausgewogenheit und eine Politik, die die Lebensrealität aller im Blick hat.“
Zugleich sieht die SPD-Politikerin auch Bund und Länder in der Pflicht, strukturelle Benachteiligungen weiter abzubauen. Transparente Entgeltstrukturen, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, der Ausbau von Kinderbetreuung sowie faire Löhne in sozialen Berufen seien zentrale Bausteine, um die Lohnlücke nachhaltig zu schließen.
„Gleiche Bezahlung und gleiche politische Teilhabe gehören zusammen“, so Dr. Bärbel Kofler. „Der Equal Pay Day erinnert uns daran, dass wir noch nicht am Ziel sind. Die Kommunalwahl am 8. März bietet die Chance, vor Ort ein starkes Zeichen für Gleichstellung zu setzen. Nutzen wir diese Gelegenheit.“