Dr. Bärbel Kofler, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat auf der diesjährigen Internationalen Grünen Woche in Berlin klare entwicklungspolitische Akzente gesetzt. Die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und ländliche Räume bot erneut eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen regionaler Landwirtschaft und globalen Herausforderungen.
Bei ihrem Rundgang durch die Bayernhalle besuchte Kofler unter anderem den Stand der Bayerischen Landfrauen. Dabei hob sie das gemeinsame Projekt „Stärkung bäuerlicher Organisationen für nachhaltige Agrarentwicklung“ hervor, mit dem Frauen in ländlichen Regionen gezielt unterstützt und vernetzt werden. Die Bayerischen Landfrauen engagieren sich dabei seit vielen Jahren als verlässliche Partnerinnen in Kenia für mehr Teilhabe und wirtschaftliche Perspektiven von Landwirtinnen. Anschließend besuchte Kofler die Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern e. V. und tauschte sich mit Vertreterinnen und Vertretern über die Bedeutung einer nachhaltigen, regional verankerten Landwirtschaft aus. „Die Grüne Woche macht deutlich, wie eng unsere regionale Landwirtschaft mit globalen Fragen von Ernährungssicherheit, Klimaschutz und fairen Handelsbeziehungen verbunden ist“, so Kofler.
Im Anschluss nahm die Parlamentarische Staatssekretärin an zwei Fachpanels teil. Unter dem Titel „Starke Frauen. Starke Landwirtschaft“ diskutierte sie anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen internationalen Jahres der Landwirtin 2026 über die Rolle von Frauen in der Landwirtschaft und ihren Beitrag zur Bekämpfung von Hunger und Armut. Gemeinsam mit Christine Reitelshöfer, Vizepräsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes, Nkolola Halwindi von Nkoka Women in Agro-Business aus Sambia sowie Dr. Rose Mediebou Chindji, von der Universität Yaoundé in Kamerun, stand unter anderem die Frage im Mittelpunkt, wie Frauen weltweit besser gestärkt und strukturelle Benachteiligungen abgebaut werden können. „Frauen sind das Rückgrat der Landwirtschaft in vielen Regionen der Welt. Wer Hunger bekämpfen will, muss Frauen Zugang zu Land, Bildung und wirtschaftlichen Chancen ermöglichen“, betonte Kofler.
Ein weiteres Panel widmete sich dem Thema „Faire Lieferketten“ und der Frage, wie nachhaltige Agrarlieferketten weltweit gestärkt werden können. Gemeinsam mit Prof. Jacques Yao Datté, Abteilungsleiter für die Förderung der Agrarindustrie im Landwirtschaftsministerium der Côte d’Ivoire, Alarcon Carolle, Geschäftsführerin der Brazilian Coalition on Climate, Forests and Agriculture, sowie Syafaat Insan, Exekutivdirektor der Partnership for Indonesia’s Sustainable Agriculture (PISAgro), diskutierte Kofler über Verantwortung entlang globaler Lieferketten, soziale Standards und den Schutz von Umwelt und Klima. „Faire und transparente Lieferketten sind entscheidend dafür, dass Landwirtinnen und Landwirte weltweit von ihrer Arbeit leben können und gleichzeitig Umwelt und Menschenrechte geschützt werden“, so Kofler.
Mit ihrem Besuch auf der Grünen Woche unterstrich Dr. Bärbel Kofler die Bedeutung internationaler Zusammenarbeit für eine zukunftsfähige Landwirtschaft. Die Gespräche und Diskussionen lieferten wichtige Impulse für ihre Arbeit im Bundestag und im Entwicklungsministerium, auch mit Blick auf die Anliegen der landwirtschaftlich geprägten Region Traunstein-Berchtesgadener Land.