Kofler beim UN-Nachhaltigkeitsforum in New York: Fortschritte sichern, Umsetzung beschleunigen

21. Juli 2026

Die SPD-Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis Traunstein-Berchtesgadener Land, Dr. Bärbel Kofler, hat am hochrangigen Segment des UN-Nachhaltigkeitsforums in New York teilgenommen.

In ihrer Funktion als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium vertrat sie gemeinsam mit Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, die Bundesregierung. Das High-Level Political Forum, kurz HLPF, ist das zentrale Forum der Vereinten Nationen zur Überprüfung der Agenda 2030. Sie umfasst 17 Nachhaltigkeitsziele und insgesamt 169 Unterziele. Für 139 Unterziele liegen ausreichende Trenddaten vor. Bei 68 Prozent davon sind seit 2015 zumindest Fortschritte zu erkennen. Doch nur 15 Prozent sind bereits erreicht oder derzeit auf Kurs.

„Deutschland steht fest hinter der Agenda 2030. Die erreichten Fortschritte zeigen, dass gemeinsames Handeln wirkt. Gleichzeitig bleiben die Lücken beträchtlich. Armut, Klimawandel, Ungleichheit und Konflikte verstärken sich gegenseitig und verhindern größere Fortschritte. Hinzu kommen rückläufige Mittel für Entwicklungszusammenarbeit. Gerade in geopolitisch schwierigen Zeiten brauchen wir deshalb verlässliche internationale Partnerschaften und starke Vereinte Nationen“, erklärte Kofler.

Ein Schwerpunkt ihrer Teilnahme war das offizielle deutsche Side Event zur klimaresilienten Stadtentwicklung. Dabei ging es um die Frage, wie Städte besser mit Überschwemmungen, Hitze und Wasserknappheit umgehen können. Diskutiert wurden sogenannte blau-grüne Infrastrukturen wie Grünflächen, Feuchtgebiete und begrünte Dächer. Sie können Regenwasser speichern, Hochwasserrisiken und Hitze mindern und zugleich die Wasserversorgung, die Widerstandsfähigkeit gegen Dürren und die Artenvielfalt stärken.

Als konkretes Beispiel wurde die mosambikanische Hafenstadt Beira vorgestellt. Dort werden technische Schutzmaßnahmen mit naturnahen Lösungen verbunden. „Beira zeigt, dass Vorsorge sich auszahlt. Entscheidend sind eine verlässliche Zusammenarbeit, der Austausch zwischen Städten, der Zugang zu Finanzierung und eine Planung, die Wasser, Klima, Natur und Stadtentwicklung zusammendenkt“, so Kofler. Die Erkenntnisse seien auch für Deutschland relevant. „Die Ausgangslagen sind unterschiedlich. Doch Starkregen, Hochwasser und Hitze betreffen auch unsere Städte und Gemeinden. Wer rechtzeitig vorsorgt, schützt Menschen und Infrastruktur.

Internationale Zusammenarbeit bedeutet deshalb auch, voneinander zu lernen und erfolgreiche Lösungen gemeinsam weiterzuentwickeln“, betonte Kofler abschließend.

HLPF 2026
v.l.: Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Amina Mohammed, Stellvertretende Generalsekretärin der Vereinten Nationen, Dr. Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium

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