Eine moderne und verlässliche Bahninfrastruktur ist für die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler seit vielen Jahren ein Schwerpunkt ihrer Arbeit für Südostoberbayern. Bei einem Gespräch mit Christoph Kraller, dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Bayern, standen deshalb die großen Bahnprojekte und aktuelle Infrastrukturthemen im Wahlkreis Traunstein–Berchtesgadener Land im Mittelpunkt.
„Eine gute Anbindung auf der Schiene ist für unsere Region unverzichtbar. Sie ist wichtig für die Menschen, die täglich zur Arbeit oder zur Schule fahren, für den Tourismus und für unsere Unternehmen, insbesondere im Bayerischen Chemiedreieck. Deshalb begleite ich die Entwicklung der Bahninfrastruktur in Südostoberbayern seit vielen Jahren sehr eng“, erklärt Kofler.
Zentrales Thema des Gesprächs war die ABS 38 München–Mühldorf–Freilassing. Seit ihrem Einzug in den Bundestag 2004 setzt sich Kofler für den zweigleisigen und elektrifizierten Ausbau der Strecke ein. Über viele Jahre führte sie dazu Gespräche mit Bundesministerien, der Deutschen Bahn und Verantwortlichen in der Region. Auch in diesem Jahr drängte sie auf weitere Fortschritte bei Planung und Finanzierung. „Die ABS 38 ist das zentrale verkehrspolitische Großprojekt für mich und unsere Region. Wir haben wichtige Etappen erreicht, aber das Ziel bleibt der durchgehende Ausbau von München über Mühldorf bis Freilassing. Entscheidend ist jetzt, die nächsten Planungsschritte zügig voranzubringen und aus Baurecht auch tatsächlichen Baufortschritt zu machen“, so Kofler.
Ein weiterer Schwerpunkt war die anstehende Korridorsanierung Rosenheim–Salzburg im Jahr 2027. Für Kofler ist die umfassende Erneuerung der bestehenden Infrastruktur notwendig. Gleichzeitig müssten die erheblichen Auswirkungen der mehrmonatigen Bauarbeiten auf Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler, Wirtschaft und Tourismus frühzeitig berücksichtigt werden. „Wir brauchen beides: die zuverlässige Sanierung des bestehenden Netzes und zusätzlichen Ausbau dort, wo Kapazitäten fehlen. Nur so wird die Bahn dauerhaft attraktiver und zuverlässiger“, betont Kofler.
Zur Sprache kamen außerdem weitere aktuelle Infrastrukturthemen im Wahlkreis sowie der Brenner-Nordzulauf. Das Projekt befindet sich derzeit in der parlamentarischen Befassung des Deutschen Bundestages. Im Gespräch ging es daher vor allem um die Einordnung in die weitere Entwicklung des Schienennetzes in Südostoberbayern.
Kofler freute sich über den konstruktiven Austausch mit Christoph Kraller, der Südostoberbayern seit vielen Jahren eng verbunden ist und die Region aus seiner langjährigen Tätigkeit bei der Südostbayernbahn sehr gut kennt. Seit Juli 2026 ist er Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Bayern.
„Große Bahnprojekte brauchen einen langen Atem. Das zeigt gerade die ABS 38. Für mich gehört deshalb dazu, dranzubleiben, nachzufragen und die Interessen unserer Region immer wieder einzubringen. Der direkte und konstruktive Austausch mit der Deutschen Bahn ist dafür wichtig“, so Kofler abschließend.
Bildunterschrift: Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Bärbel Kofler im Austausch mit Christoph Kraller, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Bayern bei der Deutschen Bahn AG in München