Die heimische Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Bärbel Kofler besuchte letzte Woche die jährliche Fach- und Jobmesse ENGAGEMENT WELTWEIT in Siegburg. Diese Messe richtet sich sowohl an berufserfahrene Fach- und Führungskräfte sowie an Hochschulabsolventinnen und -absolventen und junge Berufseinsteiger, die sich für eine Tätigkeit in der Entwicklungszusammenarbeit interessieren. „Die verschiedenen Stände auf der Messe bieten für junge Menschen, die sich entwicklungspolitisch engagieren möchten oder eine berufliche Zukunft in der internationalen Zusammenarbeit anstreben, eine gute Gelegenheit, sich umfassend zu informieren und mit Expertinnen und Experten aus der Praxis ins Gespräch zu kommen“, so Kofler.
Die Entsendung von Fachkräften und Freiwilligendiensten war auch Thema der Politikdialogs mit anschließendem Austausch und Networking, der am Vorabend der Messe stattfand. „Wie wollen und wie können wir die Zukunft der Entwicklungszusammenarbeit politisch gestalten? Welchen besonderen Beitrag leisten Fachkräfte und Freiwillige? Welche Transformationen sind notwendig?“, über diese Fragen diskutierten Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler, Prof. Dr. Anna-Katharina Hornidge, Direktorin der Forschungseinrichtung IDOS, Prof. Dr. Aram Ziai von der Universität Kassel, Aileen Puhlmann, Geschäftsführerin von Lemonaid & ChariTea e.V., Ali Al-Nasani, Geschäftsführer vom Internationalen Christlicher Friedensdienst e.V. und Claudio Jax, Geschäftsführer Freiwilligendienste weltweit - Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
"Fachkräfte weltweit unterstützten Menschen dabei, Armut zu überwinden, die Umwelt und das Klima zu schützen und ihre Rechte besser einfordern zu können. Dieser direkte Bezug zu den örtlichen Gegebenheiten und der lokalen Bevölkerung sind wichtig, um sich an den Menschen zu orientieren, um die es geht", so Kofler. „Von diesen Partnerschaften können beide Seiten lernen." Ein weiterer Aspekt sei dabei auch, dass die Entsandten nach ihrer Rückkehr ihre Erfahrungen wiederum in die Gesellschaft in Deutschland einbrächten. „Entwicklungszusammenarbeit ist kein nice-to-have, sondern ein wichtiger Beitrag, um ein Leben in Würde zu ermöglichen“, erklärte die Staatssekretärin.
Im Anschluss an den Politikdialog fand die Prämierung des Fotowettbewerbs „Dekoloniale Perspektiven“ mit drei überzeugenden Motiven statt. Whitney Akowuah, Geschäftsführerin des Netzwerks und der Fachstelle für internationale personelle Zusammenarbeit, AKLHÜ e.V., gab auch noch die Umbenennung des Verbands bekannt. Der Verband von über 60 Entsendeorganisationen, der jährlich zur Job- und Fachmesse einlädt, werde künftig "Verband internationale Dienste (VIDI)" heißen. Zusammen mit einem neuen Design solle dies den vollzogenen Wandel zeigen: modern und zukunftsorientiert.