Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler hat in ihrer Funktion als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium Regierungsverhandlungen in Bangladesch geleitet und sich in Nepal persönlich ein Bild von den Folgen der schweren Flutkatastrophe gemacht. Im Mittelpunkt ihrer Reise standen faire Arbeitsbedingungen, nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Frauenrechte und die Folgen des Klimawandels.
In Bangladesch verhandelte Kofler mit Regierungsvertretern über die künftige Entwicklungszusammenarbeit mit Deutschland. Schwerpunkte waren die wirtschaftliche Entwicklung und der Ausbau erneuerbarer Energien, um die Abhängigkeit von Öl und Gas zu verringern. Mit Vertretern der Regierung und der Zivilgesellschaft tauschte sie sich zudem über Gewerkschaftsrechte, Arbeitsschutz und Menschenrechte aus.
Konkrete Einblicke erhielt Kofler bei zwei Projektbesuchen in Chittagong. In einer großen Schiffsabwrackwerft informierte sie sich über die Herausforderungen beim Arbeits- und Umweltschutz. Anschließend besuchte sie ein Stahlwerk, das mithilfe rückzahlbarer Kredite der KfW-Entwicklungsbank in energieeffiziente Technik eines deutschen Unternehmens investiert hat und zudem Solarstrom nutzt.
„Wirtschaftlicher Fortschritt darf nicht auf Kosten der Beschäftigten oder unserer Umwelt gehen. Gute Arbeit und faire Bedingungen müssen auch dort gelten, wo Produkte für den Weltmarkt hergestellt werden“, betont Kofler.
In Nepal standen die Folgen der verheerenden Überschwemmungen vom 26. August im Mittelpunkt. Kofler reiste in die betroffene Region Nuwakot und sprach mit kommunalen Verantwortlichen, Ärzten und Psychologen über die Auswirkungen der Katastrophe. In der ebenfalls betroffenen Gemeinde Galchhi tauschte sie sich persönlich mit Betroffenen und Vertretern des UN-Kinderhilfswerks UNICEF aus. Die Bundesregierung hat rund elf Millionen Euro für die unmittelbare humanitäre Hilfe und den längerfristigen Wiederaufbau bereitgestellt. Neben der Versorgung der Betroffenen geht es insbesondere um Frühwarnsysteme, den Wiederaufbau der Infrastruktur sowie eine widerstandsfähigere Gesundheits-, Energie- und Wasserversorgung.
„Diese Katastrophe hat unermessliches menschliches Leid verursacht und die wirtschaftlichen Lebensgrundlagen ganzer Gemeinschaften gefährdet“, erklärt Kofler nach ihrem Besuch im Flutgebiet. Für die Abgeordnete steht fest, dass internationale Zusammenarbeit neben schneller Hilfe auch langfristige Vorsorge leisten muss, damit die Menschen besser vor den Folgen künftiger Extremwetterereignisse geschützt sind.
In Kathmandu besuchte Kofler zudem das größte Mutter-Kind-Krankenhaus Nepals, in dem im vergangenen Jahr mehr als 20.900 Kinder zur Welt kamen. Dort informierte sie sich über die medizinische Versorgung von Müttern und Neugeborenen sowie die Betreuung von Frauen, die Gewalt erfahren haben.