Dr. Bärbel Kofler auf Dienstreise in Westafrika

09. April 2024

Die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler reiste in ihrer Funktion als Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in die westafrikanischen Küstenländer Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) und Sierra Leone. Zentrale Themen der Reise war die Schaffung von Arbeitsplätzen, eine bessere Energieversorgung und medizinische Angebote, insbesondere für Frauen.

„Auch für uns in Europa ist es wichtig, dass unser Nachbar Westafrika stabil bleibt. Darum unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit Côte d’Ivoire und Sierra Leone. Notwendig sind vor allem neue Arbeitsplätze für die vielen jungen Menschen in den Ländern und Investitionen in eine sichere und klimafreundliche Energieversorgung. Beides trägt entscheidend dazu bei, Armut wirksam zu bekämpfen. Außerdem gilt es, die einzigartigen Wälder und Feuchtgebiete der Region mit ihrer reichen Biodiversität besser zu schützen. Denn die sind nicht nur als Ressource und Einkommensquelle vor Ort wichtig, sondern haben auch eine große Bedeutung für Natur und Klima“, so Kofler.

In Abidjan, dem Regierungssitz Côte d’Ivoires, tauschte sich Kofler mit der ivorischen Ministerin für Wirtschaft, Plan und Entwicklung Nialé Kaba über den Zugang zu Finanzen und Ressourcen von Frauen im Land aus. Bei einem Treffen mit dem ivorischen Premierminister Robert Beugré Mambé bekräftigte Kofler die Bedeutung von Côte d’Ivoire als Partner Deutschlands in Afrika. Dabei sprachen Kofler und Mambé über Fragen des Klimaschutzes und der Biodiversität, die Stärkung der Rechte, Ressourcen und Repräsentanz von Frauen, eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und Schaffung von Arbeitsplätzen sowie der Kreislaufwirtschaft.

Im Norden des Landes weihte Kofler gemeinsam mit Vertretern der ivorischen Regierung und der EU das erste Solarkraftwerk Côte d’Ivoires ein, das mit deutscher Unterstützung gebaut wurde.

Der zweite Teil ihrer Dienstreise nach Westafrika ging nach Sierra Leone. Von 1991 bis 2002 herrschte in dem Land mit einer Fläche etwa so groß wie Bayern ein blutiger Bürgerkrieg. Sierra Leone erholt sich nach langem Bürgerkrieg, der anschließenden Ebola-Epidemie und verheerenden Extremwetterereignissen zwar wieder, gehört aber weiter zu den ärmsten Ländern der Welt. Weitere Reformen und Wachstum sind dringend erforderlich. Dr. Kofler führte in diesem Zusammenhang Gespräche mit Mitgliedern der Regierung von Sierra Leone. Mit der Planungs- und Entwicklungsministerin Kenyeh Barlay tauschte sich Kofler über die wichtigsten mittelfristigen Entwicklungsziele Sierra Leones aus. Mit der Bürgermeisterin der Hauptstadt Freetown, Yvonne Aki-Sawyerr, besprach Staatssekretärin Kofler, dass Erosion, zunehmende Hitze, unzureichende Abfallverwertung und geringe städtische Einnahmen die größten Herausforderungen für die Hauptstadt darstellen. Nach den politischen Gesprächen besuchte Kofler noch Projekte im Landesinneren. Auf einer fairen Handelsmesse mit Kakaobäuerinnen und bei der Besichtigung eines Solarkraftwerkes lag der Fokus auf der Schaffung neuer Jobs und der Produktion günstigen und zugleich umweltfreundlichen Stroms. Mit Vertreterinnen der Zivilgesellschaft tauschte sich Dr. Kofler besonders über die Förderung von Frauen und Mädchen aus. „In Sierra Leone, das vor Jahren für seine ‚Blutdiamanten‘ traurige Bekanntheit erlangte, ist zudem eine verantwortungsvolle Politik im Rohstoffsektor entscheidend, die für menschenwürdige Abbaumethoden und Lieferketten sorgt“, erläuterte Kofler beim Besuch einer Pilotmaßnahme im Goldbergbau.

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